25. Literaturpflaster gewährt tiefe Einblicke in die Kultur des Gastlandes Georgien

Rundreise durch Georgien / Dass das Land am Rande des Kaukasus die Wiege des Weinbaus ist, wissen viele nicht, können es aber bei einer Weinprobe erfahren.

Georgien ist der Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse – und damit auch des 25. Berleburger Literaturpflasters. Im Rahmen der Leipziger Buchmesse (Foto) feierte das Land bereits den Auftakt zum Literaturprogramm. (Foto: dpa)

Bad Berleburg. (ja) Das Berleburger Literaturpflaster widmet sich nun schon seit einem Vierteljahrhundert dem jeweiligen Schwerpunktland der Frankfurter Buchmesse. Zu Gast ist in diesem Jahr Georgien – ein Land an der Grenze zwischen Europa und Asien. Im Rahmen des Literaturpflasters wird das Gastland wieder in seiner kulturellen Vielfalt präsentiert: von Küche bis Kunst, von Literatur bis Architektur.

Die Auftaktveranstaltung des Literaturpflasters bietet am Freitag, 14. September, einen Streifzug durch die georgische Gegenwartsliteratur von Dr. Zaal Andronikashvili, Ab 19.30 Uhr wird der Literaturwissenschaftler und Publizist in der Kur-Apotheke in Bad Berleburg aber nicht nur Einblicke in das literarische Georgien der heutigen Zeit gewähren, sondern auch die gesellschaftspolitische Entwicklung des Landes der vergangenen 25 Jahre vorstellen.

Am Mittwoch, 19. September, präsentiert Christian Biermann in der Aula des Johannes-Althusius-Gymnasiums die Multivisionsshow „Georgien – unterwegs im Herzen des Kaukasus“. Die Multimedia-Präsentation entführt die Besucher an diesem Abend ab 19.30 Uhr in die verschiedensten Regionen der Kaukasusrepublik mittels stimmungsvoller Bilder und Live-Kommentaren.

Das Gastland des Literaturpflasters über seine Märchen kennen zu lernen, ist schon lange Tradition. Deshalb geht es am Donnerstag, 20. September, um 18.30 Uhr weiter mit georgischen Märchen, erzählt von Katja Heinzelmann im Altenzentrum „Haus am Sähling“.

Am Freitag, 21. September, präsentiert der Weinfachhandel „La Cave“ um 19 Uhr im Schmiedemuseum Arfeld edle Tropfen aus der Wiege des Weinbaus. Zwei aus Georgien stammende Arfelderinnen haben für den Abend außerdem einige landestypische Köstlichkeiten angekündigt.

Am Sonntag, 23. September, geht es um 19.30 Uhr weiter mit der ersten Lesung der Veranstaltungsreihe. Aka Morchiladze, der meistgelesene Autor in Georgien, liest im Rompel-Fachmarkt aus seinem Roman „Reise nach Karabach“. Das Buch, das als Roadmovie beginnt, wird zur Schilderung der Kriegsschauplätze in Armenien und Karabach. Mittendrin der eigentlich völlig unpolitische und ewige Jugendliche, der Protagonist Gio, der seiner großen Liebe nachtrauert.

Weiter geht es am Dienstag, 25. September, von 18 bis 22 Uhr mit einem Kochkurs in der Küche des Berufskollegs Wittgenstein. Gemeinsam mit Hans-Christian Radenbach wird die georgische Küche genauer beleuchtet. Dass das Land am Rande des Kaukasus ein von der Sonne verwöhntes Land ist, spiegelt seine Küche wider. Der Kochkurs verspricht völlig neue Geschmacksoffenbarungen. Ein weiterer Kochkurs an gleicher Stelle findet am Dienstag, 9. Oktober, ebenfalls von 18 bis 22 Uhr statt.

„Radio Universe“ – so heißt das Theaterstück von Nino Haratischwili, das das Hessische Landestheater Marburg am Sonntag, 30. September, präsentiert. Die Inszenierung ist zweisprachig mit Schauspielern des Marburger Ensembles und aus Georgien. Im Rahmen des Literaturpflasters wird eine Fahrt nach Marburg angeboten. Eine verbindliche Anmeldung bei der Tourist-Informatuon unter Tel. (0 27 51) 9 36 35 42 ist bis zum 14. September erforderlich.

Die zweite Lesung des Berleburger Literaturpflasters findet am Montag, 1. Oktober, an neuem Schauplatz statt: Im Abenteuerdorf Wittgenstein in Wemlighausen liest Iunona Guruli um 19.30 Uhr aus ihren Erzählungen „Wenn es nur Licht gäbe, bevor es dunkel wird“.

Kulinarisch geht es weiter am Donnerstag, 4. Oktober, um 19 Uhr im Restaurant-Hotel „Alte Schule“. Der Spezialitätenabend, der sich in diesem Jahr den kulinarischen Besonderheiten Georgiens widmet, wird begleitet von Sternekoch Luka Nachebia, der zur Frankfurter Buchmesse kommt und für diesen Abend eigens nach Bad Berleburg reist.

„Illustrationen – wenn Sprache Flügel bekommt“ heißt die Ausstellung von Tatia Nadareischwili, die am Dienstag, 9. Oktober, um 18 Uhr in der Sparkasse Wittgenstein eröffnet wird. Die Künstlerin ist eine der bekanntesten Illustratorinnen Georgiens. Sie wird an diesem Abend anwesend sein und in einem Künstlergespräch über ihre Arbeit berichten. Die Ausstellung ist bis zum 9. November zu sehen.

Am Sonntag, 14. Oktober, liest Nana Ekvtimishvili um 19.30 Uhr im Ejot-Labor aus ihrem Roman „Das Birnenfeld“. In ihrem als erstes ins Deutsche übersetzten Buch gibt die Autorin den rebellischen Mädchen und Frauen in der georgischen Gesellschaft Gesicht und Stimme.

In der Volksbank Wittgenstein wird am Dienstag, 16. Oktober, um 18 Uhr die Ausstellung „The little world of the Pocket Man – eine Welt aus Papier“ eröffnet. Die international bekannte Künstlerin Ana Chubinidze kommt für drei Tage nach Bad Berleburg und präsentiert einen kleinen Ausschnitt ihrer Arbeit. Die Ausstellung ist bis zum 9. November zu sehen.

Die Künstlerin ist allerdings nicht „nur“ für die Ausstellung vor Ort, sondern auch für einen Workshop, der am Dienstag und Mittwoch, 16. und 17. Oktober, im Jugendzentrum stattfindet. Ana Chubinidze zeigt, wie Figuren aus Papier zum Leben erweckt werden können. Eine Anmeldung unter www.jugend-bad-berleburg.de ist ab Ende September erforderlich.

Am Mittwoch, 17. Oktober, um 19.30 Uhr liest Anna Kordsaia-Samadaschwili im Autohaus Opel Kroh aus ihrem Roman „Wer hat die Tschaika getötet?“ Begleitet von Moderator und Schirmherr des Literaturpflasters, Dr. Ralf Schnell, schildert die Autorin in ihrem Roman die Geschichte von überforderten Polizeibeamten, die von den Verdächtigen an der Nase herumgeführt werden – wie auch der Leser.

Aus ihrem neuen Roman „Die Katze und der General“ liest Nino Haratischwili am Montag, 29. Oktober. Dazu öffnet das Berleburger Schaumstoffwerk um 19.30 Uhr seine Tore. Erzählt wird die Geschichte von Alexander Orlow, von allen „Der General“ genannt.

Von Janina Althaus


Siegener Zeitung (17.07.2018)
Internet: www.siegener-zeitung.de
Bildquelle: Foto (dpa)

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